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Mach was draus!

Conti Riding School 2019

2019-08-03 motorrad

Am 3.8.2019 war ich zur Conti Driving School auf dem ADAC Gelände in Gründau Lieblos eingeladen.

Beim ADAC Intensiv Training wurde der Conti SportAttack3 (CSA3) ausgiebig getestet.

Der CSA3 ist schon seit seiner Markteinführung 2016 mein Lieblingsreifen für die Landstraße. Ich bin ihn bereits auf der KTM Duke 690 gefahren und war immer begeistert von der guten Eigendämpfung und dem schnellen Aufwärmverhalten. Auf dem doch teilweise schlechten Straßen hier in Nordhessen, der richtige Begleiter für mich. Nur bei hohen sommerlichen Temperaturen setze ich eher auf einen Bridgestone S21 oder S22.

Vorbereitung

Nach dem Einsatz auf der Rennstrecke in Groß Dölln habe ich den CompK Slick durch den Bridgestone S22 ersetzt. Genau eine Woche danach kam die Einladung von Conti und ich musste daher den S22 wieder durch den CSA3 ersetzen. Mittlerweile geht der Reifenwechsel routiniert von der Hand. Alles in allem sind aber 2 Stunden nötig um die Reifen ordentlich zu wechseln.

Anreise Freitag

Freitag nach der Arbeit ging es auf dei Bahn Richtung Gründau Lieblos. Ein Bekannter aus dem Street Triple Forum hat mir sein Gästezimmer angeboten. So war dann der Start in das Training am Samstag entspannt zu realisieren.

Den Abend noch bei Pizza und Bier im Garten verbracht und dann zeitig ins Bett. Der Wecker steht auf 6:00 Uhr!

Samstag Intensivtraining

Nach dem Frühstück ging es vollgetankt zum ADAC Gelände nach Gründau. Auf den letzten 5 Kilometern hat mich dann doch noch ein Regenschauer erwischt. So standen alle Teilnehmer eher gut durchnässt an der Anmeldung.

Um 7:30 ging es mit einer Presentation der Conti Reifen durch Frank Rudolph los.

Die Teilnehmer wurden in Gruppen eingeteilt und so ging es mit unserem Trainer Wolfgang Wagner nach einer kurzen Vorstellungsrunde auf dass Gelände.

Pünktlich zum Ende der Theorie Einheit hört es auf zu regnen. Der Platz ist für die ersten Übungen noch sehr nass, aber auch das hat seine Vorteile.

Wir beginnen mit den ersten Übungen auf nasser Fahrbahn.

  • Langsamer Slalom
  • Schneller Slalom
  • Bremsen und Ausweichen
  • Lenkimpuls
  • Gefahrenbremsung

Nach der Mittagspause wechseln wir auf den Handling Parcour.

  • Slalom in der Kurve
  • Bremsen in Schräglage

Weiter geht es in der Kreisbahn

  • Fahrstil Drücken, Legen, Hangoff
  • Schräglage erfahren

Zm Abschluss eine der wichtigsten Erfahrungen für mich.

Instruktor Jan ruft uns zusammen zur Bremsdemo bei 30, 50 und 70 Km/h

Zitat: Ich erkläre nur einmal und beantworte keine Fragen. Hier bei den Hütchen bemerke ich das Kind das über die Straße läuft. Ich fahre 30 Km/h und starte eine Gefahrenbremsung. Stellt euch an die Position wo ich zum stehen kommen werde.

Wir standen alle falsch, weil wir die Reaktionszeit von einer Sekunde nicht eingeplant hatten. Jan rauscht an uns vorbei! Ungebremst!

Nächste Runde mit 50 Km/h. Jan rauscht an der Stelle wo er mit 30 Km/h zum Stillstand gekommen ist nun ungebremst vorbei. Also 20Km/h zu schnell, bedeutet das Kind ungebremst mit 50 Km/h zu erwischen.

Nächste Runde mit 70 Km/h. Wir stehen alle an der Stelle wo er mit 50 Km/h zum stehen gekommen ist und hocken uns hin um die Perspektive eines Kindes einzunehmen. Jan fährt mit 62 Km/h an uns vorbei!

Die BMW steht gefühlt ewig weit weg. Wir gehen alle zusammen zurück zum Start der Übung. Wir strecken die Hand aus und visieren das Moped mit einem Auge an. Die BMW verschwindet hinter dem Daumen. Das zeigt wie schnell wir für Autofahrer hinter der A-Säule unsichtbar werden.

Die Stimmung ist etwas gedrückt und man merkt wie aufgewühlt ale Teilnehmer nach dieser Demo sind.

Zum Anschluss nehmen wir unsere Urkunden in Empfang und lassen das erlebte noch einmal sacken. Noch ein Stück Kuchen zum Abschluss und es geht für alle auf den Heimweg.

Fazit

Für mich war vieles bereits bekannt. Aber man vergisst auch viel, oder blendet Gefahren aus. Daher tut es immer wieder gut sich der Gefahren unseres schönen Hobbys bewusst zu werden.

Die Veranstaltung war super organisiert. An dieser Stelle noch mal mein Dank an Conti und den ADAC!